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1. Kapitel:
Jazz in Nürnberg & Fürth - Die Anfänge


Die Anfänge - keine Geschichte ohne Vorgeschichte!
Von Günther Pächter.

Das Jazz Studio Nürnberg gehört zu den ältesten kontinuierlich fortbestehenden Jazzlokalen der Welt - den einsamen Rekord hält freilich das New Yorker Vilage Vanguard mit über sechzig Jahren. Dass eine solche Institution nicht selbstverständlich ist, zeigt die lange, kontinuierliche Arbeit - mit vielen Erfolgen, aber auch Rückschlägen.

Der Jazz galt bei den Nationalsozialisten als unerwünschte, "entartete Musik". Swing und Jazz wurden nur geduldet, wenn ihre Herkunft verleugnet wurde und als rhythmische Musik verkauft wurde. Kurz nach Ende des 2. Weltkriegs wurde vor allem in amerikanischen Soldatenclubs die Tradition des Jazz gepflegt, wenngleich die deutsche Zuhörerschaft hier nur begrenzt Zuritt hatte.

Jazz Konzert
Das Programm dieses Konzerts ist zwar nicht sehr aufschlußreich. Aber ein Name ist doch erwähnenswert, der der Sängerin Mia Orano Valente, denn dahinter verbirgt sich niemand anderes als die noch ganz junge Caterina Valente. Warum das "Cowboy Trio" in diesem Jazzkonzert gespielt hat, war nicht mehr herauszufinden.

Im Raum Nürnberg-Fürth schuf erstmals der "Jazz Club Synkope Nürnberg-Fürth" im Jahr 1952 neue Strukturen und Voraussetzungen, die auch für die Entwicklung des Jazz Studios wichtig werden sollten. Nachdem im Jahr 1952 alle planerischen Aufgaben erledigt wurden (so veranschlagte man die Baukosten mit rund 122 Mark), fand am 24. März 1953 die eigentliche Gründung des Jazz Club Synkope Nürnberg-Fürth statt.

Die erste Bleibe war ein 25qm großer Kellerraum einer Fürther Gaststätte am alten Kanal nahe Poppenreuth. Unter den ersten Mitgliedern finden sich auch Namen, die dann auch beim Jazz Studio eine wichtige Rolle spielten, wie etwa der ehemalige Vorstand Wilhelm "Willi" Quast. Der Club pflegte bis zu seinem Ende im Jahre 1958 ein sehr aktives Vereinsleben. Aus dem Kreis der Mitglieder des Jazz Club Synkope Nürnberg Fürth entsprang bald eine Clubband, die legendären "Canal-Street Ramblers".


 

Canal Street Ramblers

Die legendären Canal-Street Ramblers im ersten Synkope Keller in der Nähe von Poppenreuth.

Die Jahre waren jedoch auch geprägt von ständig notwendigen Umzügen und Raumnot. Der Keller in Fürth wurde schnell zu klein, man stieß auf die Kellerräume eines Ruinengeländes in der Frommannstraße 1 unterhalb der Nürnberger Burg, die man ab dem 22. Mai 1955 nutzen konnte. Der Keller wurde im folgenden Jahr weiter ausgebaut und beherbergte auch zwischenzeitlich auch das Jazz Studio, welches seinen Keller am Paniersplatz für ein Jahr wegen Wiederaufbauarbeiten verlassen musste.

Doch auch der Jazz Club Synkope Nürnberg-Fürth hatte kein Glück mit seiner Herberge, denn das Ruinengelände in der Fromannstraße wurde wieder bebaut. Noch einmal wechselte man mit der inzwischen umbenannten Hausband "Castle Ramblers" die Räume: im Frühjahr 1957 wurde das Clublokal in den Kellerräumen des früheren Hotels Königshof eingeweiht.

Schon Anfang 1958 wurden die Räume als Lagerräume gebraucht. Für einen weiteren Umzug fehlte das Geld und die Kraft. So fand im März 1958 die Schlussparty statt - unter dem Motto: "Semper fidelis - fratres semper".

"Aber keine Geschichte ohne auch ein gutes Ende. Die aktivsten Mitglieder der Synkope - und das waren nicht wenige - traten in das Jazz Studio ein und hatten in ihrer neuen Jazzheimat maßgeblich Anteil daran, dass das Jazz Studio so manchen "Sturm" überlebt hat. Vereinfacht könnte man sagen: die Synkope besteht im Jazz Studio eigentlich bis heute fort, oder die Geschichte das Jazz Studios hat eigentlich schon am 24. März 1953 begonnen.

2. Kapitel:
Von der Vorstadtkneipe zum Jazzunternehmen - das Jazz Studio Nürnberg

Stationen des Jazz Studios. Von Thomas Gerlach. [weiter]

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